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Zweiter und dritter Imkerkurstag

Erstellt am 20. Mai 2016 · Veröffentlicht in Aktuelles

Schon beim Auftakt des Imkerkurses waren wir von dem Interesse der Teilnehmer beeindruckt. Und auch dieses Mal wurden wir nicht enttäuscht: Bis auf einen Teilnehmer, der sich hatte entschuldigen lassen, waren alle Imkerei-Interessierten aus dem Wohnprojekt ??? pünktlich vor Ort; auch der Sprachmittler war wieder mit dabei.

Nach einer kurzen Wiederholung der Kursinhalte des ersten Termins ging es mit neuem Stoff weiter. Imkerin Kristin Mansmann erläuterte Schritt für Schritt die Aufgaben, die aktuell, also Ende April und zum Ende der Kirschblüte, für die Imker anstehen.

Hier ein Überblick über den Kursinhalt – Imkerei im Frühling

Im Frühling haben Imker viel zu tun. Sie müssen den Vermehrungstrieb der Bienen überwachen und gleichzeitig dafür sorgen, dass die Bienen Honig produzieren und einlagern können.

Wenn die Kirschblüte zu Ende geht, ist der Wechsel von den Winterbienen zu den Sommerbienen vollzogen. Die Sommerbienen vermehren sich stark; gleichzeitig produzieren sie den ersten Honig. Es ist also die Zeit, auf die Bienenstöcke Honigräume aufzusetzen, damit die Bienen dort ihren Honig einlagern können.

Während der Apfelblüte, also von Ende April bis Ende Juni, vermehren sich die Bienen. Das funktioniert so: Die Bienenkönigin legt spezielle Eier, die so genannten Weichselzellen, in denen sich Königinnen entwickeln. Sobald die erste neue Königin schlüpft, tötet sie ihre „Schwestern“. Ein Bienenvolk hat nur eine Königin. Während junge Königin in dem Bienenstock bleibt, verlässt die alte Königin mit einem Teil des Bienenvolkes, dem so genannten Schwarm, den Bienenstock. Dieses Verhalten nennt man schwärmen.

Aufgaben des Imkers in der Schwarmzeit

Ab Ende April bis zur Sommersonnwende Ende Juni sind die Bienenvölker in Schwarmstimmung. In dieser Zeit sind Bienen und Vorräte im Überfluss vorhanden. Das Bienenvolk hat genügend Ressourcen sich zu teilen und sich auf diese Weise zu vermehren.

Die Bienen legen meist an den Seiten oder an dem unteren Rand der Brutwaben mehrere Königinnenzellen – auch Weiselzellen oder Schwarmzellen genannt – an. Sie unterscheiden sich deutlich von den anderen Brutzellen der Bienen durch ihre Form und Größe.

Bienenstock regelmäßig kontrollieren

Alle acht Tage kontrolliert der Imker das Bienenvolk, ob es ins Schwärmen gerät. Man erkennt den Schwarmtrieb daran, dass das Bienenvolk anfängt neue Königinnenzellen zu bauen, in die die alte Königin ein kleines Ei legt. Wenn der Imker eine Königinnenzelle mit einem Ei entdeckt, muss er sich entscheiden:

Greift der Imker nicht ein, wird spätestens nach zwei Wochen der Schwarm aus dem Bienenvolk ausziehen. Der Imker hat jedoch mehrere Möglichkeiten, den Schwarmtrieb zu lenken.

Den Schwarmtrieb lenken: Das Schwärmen unterdrücken

Der Imker kann den Schwarmtrieb unterbinden, indem er die Schwarmzellen aus dem Bienenvolk entfernt. Damit verhindert er, dass eine neue Königin nachwächst.

Wie entfernt man Schwarmzellen? Wichtig ist, dass der Imker die Brutwaben mit den Schwarmzellen findet. Er muss jede Wabe genau kontrollieren. Dafür gibt es eine bestimmte „Technik“: Der Imker hebt jede Brutwabe, auf denen es von Bienen nur so wimmelt, etwa ein Drittel aus dem Kasten und stößt sie zwei- bis dreimal leicht nach unten. Dabei fallen die Bienen von der Wabe in den Bienenkasten. Jetzt ist der Blick frei auf die Brutwaben; die Schwarmzellen lassen sich leicht entecken und entfernen. Beim Abstoßen der Bienen braucht der Imker keine Angst zu haben, die Königin zu verlieren; sie ist in dem „Gewusel“ und fällt mit den anderen Bienen in den Bienenkasten.

Den Schwarmtrieb lenken: Das Bienenvolk vermehren

Eine andere Möglichkeit ist, die Brutzellen für die Bildung eines neuen Bienenvolkes, auch Ableger genannt, zu nutzen. Dazu entnimmt der Imker die Brutwaben mit den Weiselzellen bzw. Brutzellen aus dem Bienenkasten und hängt sie mit etwas Futter in eine neue Bienenbeute. Hier kann dann in Ruhe die neue Königin schlüpfen, ein neues Bienenvolk entsteht. Mehr dazu weiter unter auf der Seite.

Alternativ kann der Imker die alte Königin und mehrere Waben mit Bienen aus diesem Bienenvolk herauszunehmen und damit ein neues Bienenvolk zu begründen.

Wie ein Bienenvolk schwärmt

Sobald die erste Königinnenzelle verdeckelt ist, zieht die alte Königin mit einem Drittel der Bienen um die Mittagszeit aus – das Bienenvolk schwärmt. Das geschieht jedoch nur bei gutem Wetter. Beim Schwärmen nehmen die Bienen Proviant für drei Tage mit. Dabei „sprudeln“ innerhalb weniger die Bienen aus dem Bienenstock, der Schwarm „schraubt“ sich bei seinem Flug in Form einer Spirale in die Luft. Als letzte fliegt die Königin los. Ein Tosen und Schwirren erfüllt die Umgebung. Beim Schwärmen fliegen die Bienen oft zu einem nahegelegenen Baum. Dort bilden sie an einem Ast eine Schwarmtraube. Das Schwärmen dauert ungefähr fünf bis zehn Minuten. Oft lassen sich die Bienen in der Nähe ihres Bienenstockes nieder. Zunächst nur die Königin mit einigen wenigen Bienen. Aber nach und nach – angelockt vom Duft der Königin – kommen auch die übrigen Bienen des Schwarms dazu.

Bienenschwarm in einem Baum (Foto: Kristin Mansmann, Bioland-Imkerei Berg & Blüte)

Bienenschwarm in einem Baum (Foto: Kristin Mansmann, Bioland-Imkerei Berg & Blüte)

Wie fängt man einen Bienenschwarm?

Beim Einfangen eines Bienenschwarms kommt es vor allem darauf an, die Bienenkönigin zu fangen. Ihr folgen alle Schwarmbienen, d.h. die Bienen, die mit ihr geschwärmt sind. Wenn ein Schwarm in einer gut erreichbaren Höhe am Baum, kann ihn der Imker leicht einfangen. Anders ist es bei Schwärmen, die hoch oben in den Ästen sitzen.

Wichtig: Imker sollten riskante Aktionen vermeiden, wenn es darum geht, einen Schwarm einzufangen. Lieber geduldig sein – es wird ein neuer Schwarm kommen…

Wenn Bienen schwärmen, sammeln sie sich oft an den gleichen Plätzen – ein Phänomen, das das Schwarmfangen erheblich vereinfacht.

Zum Schwarmfangen braucht man einen Wasserzerstäuber, wie man ihn auch für Zimmerpflanzen benutzt, ein Bettlaken sowie einen verschließbaren, gut belüfteten Kasten. Im Imker-Fachhandel werden Schwärmkästen angeboten, aber ein Drahtpapierkorb mit Deckel funktioniert ebenso gut. Eine Leiter, ein Abkehrbesen und eine Gartenschere sind oft hilfreich.

Einen Bienenschwarm fangen – so geht´s:

  • Die Schwarmtraube mit Wasser einprühen. Sie zieht sich dadurch dichter zusammen, die Bienen können beim Abschütteln des Schwarms nicht so leicht auffliegen.
  • Danach einen Schwarmfangkorb unter die Schwarmtraube stellen.
  • Mit einem kräftigen Ruck an dem Ast die Bienen in das Behältnis „befördern“.
  • Einen Deckel auf den Schwarmfangkorb legen und zwischen Deckel und Behälter ein kleines Stück Holz stecken. Durch die kleine Lücke können noch nicht eingefangene Schwarmbienen „ihrer“ Königin folgen und in den Schwarmfangkorb kommen.
  • Abwarten und beobachten, wie sich der Schwarm verhält: Wenn die Königin beim Einfangen im Schwarmfangkorb gelandet ist, fliegen die anderen Bienen hinterher. War sie nicht dabei, so fliegen die Bienen aus dem Behältnis wieder auf und sammeln sich an der alten Stelle und das ganze „Spiel“, d.h. das Einfangen des Schwarms, beginnt von vorn.

Den eingefangenen Schwarm richtig versorgen

Der Schwarm, der sich in dem Schwarmfangkorb befindet, kommt über Nacht am besten an einen kühlen Ort zur Ruhe. Um die Bienen optimal zu versorgen, wird er hier noch einmal von außen mit Wasser besprüht. Ein Füttern der Bienen ist nicht notwendig, da sie beim Auszug aus ihrem alten Bienenstock Vorräte für drei Tage mitgenommen haben. Am nächsten Abend bringt der Imker den eingefangenen Schwarm in einen neuen Bienenkasten.

Tipp: Der neue Bienenkasten kann in unmittelbarer Nähe zu der alten Bienenbehausung aufgestellt werden. Der Grund: Die Bienen verlieren während des Schwarmprozesses ihr Gedächtnis und finden nicht zu ihrem alten Kasten zurück.

Den neuen Bienenschwarm in den Bienenkasten einsetzen

Vor dem Einsetzen der Bienen rückt der Imker  in dem neuen Bienenkasten vier bis fünf Rähmchen auf eine Seiten und schüttet die Bienen aus dem Schwarmfangkorb vorsichtig hinein. Die Masse der Bienen, die aus dem Schwarmfangkorb in den Bienenkasten gefüllt werden, sieht aus wie ein zäher, dunkler Brei, der in die Beute fließt.

Anschließend wird die Bienenbeute verschlossen und das Einflugloch geöffnet. Die Bienen krabbeln sofort auf die Waben und beginnen Waben zu bauen. Es beeindruckt immer wieder, welche Kraft und Dynamik in einem Bienenschwarm steckt: Eine Woche später wird schon ein Großteil der Rahmen ausgebaut und mit Brut und Vorräten gefüllt sein.

Wie schnell das geschieht, hängt auch vom Wetter und der Nahrung, die den Bienen zur Verfügung steht, ab: Kommt kühles Wetter, müssen die Bienen mit einer Futterwabe oder mit Zuckerwasser gefüttert werden.

Tipp: Ein neuer Schwarm ist brutfrei – die Gelegenheit, um die Varroamilbe zu bekämpfen! Sobald die Bienen einen Teil der Waben ausgebaut haben, locker auf den Waben sitzen und die erste Bienenbrut noch nicht verdeckelt ist, ist der beste Zeitpunkt dafür. Zur Varroabekämpfung von jungen Schwärmen werden die Waben in diesem Stadium zweimal im Abstand von 3 Tagen mit einer 15 %igen Milchsäurelösung besprüht. Damit hat der Schwarm einen guten Start mit wenig Milben.

Nachschwärmen verhindern

Wenn das Bienenvolk, das im Bienenstock zurück geblieben ist, noch sehr stark ist, kann es zu Nachschwärmen kommen. Nachschwärme sind viel kleiner als der Schwarm, der beim Schwärmen den Bienenstock mit der alten Königin verlassen hat. Um das Nachschwärmen zu verhindern, lässt der Imker nur ein bis zwei Königinnenzellen in dem Bienenvolk, nachdem der Schwarm ausgezogen ist.

Völkervermehrung und Königinnenzucht

Junge Völker sind für jede Imkerei wichtig. Oft entstehen sie von selbst durch den Vermehrungstrieb der Bienen. Der Imker braucht neue Völker, um Winterverluste auszugleichen – es passiert immer wieder, dass Bienenvölker den Winter nicht überleben. Der Imker braucht sie aber auch, um verlorene gegangene oder alte Königinnen zu ersetzen oder auszutauschen. Meistens erledigen das die Bienen von ganz allein. Aber ab und zu benötigen sie die Hilfe des Imkers.

Brutableger bilden

Bienenvölker vermehren sich über Bienenschwärme oder mit Hilfe des Imkers z. B. über so genannte Brutableger.

Brutableger haben für den Imker mehrere Vorteile: Der Imker begründet damit nicht nur neue Bienenvölker. Er bestimmt zugleich, welche Völker sich vermehren: Es empfiehlt sich, nur solche Völker zu vermehren, die robust gegenüber Krankheiten sind, viel Honig produzieren und friedfertig sind. So macht das Imkern Spaß!
Ein weiterer Vorteil von Brutablegern: Der Imker verringert die Zahl der Varroamilben im Bienenstock auf natürliche Weise, indem er Brutwaben entnimmt.

Tipp: Der ideale Zeitraum für Brutableger ist früh im Mai: In dieser Zeit entstehen oft die besten neuen Bienenvölker, da sie schon die Sommertracht im Juli für ihre Wintervorräte nutzen können.

Weiselzelle am Rand einer Wabe

Brutableger bilden – so geht´s

Ein neues Bienenvolk zu erzeugen, ist nicht schwierig. Auch Imker-Anfänger können die Methode, einen Brutableger zu bilden, leicht lernen. So funktioniert es:

  • Zwischen Ende April und Ende Mai eine Brutwabe mit offener Brut entnehmen und in eine neue Beute einsetzen. Zwischen Ende Mai und Ende Juni müssen mindestens zwei bis drei Brutwaben sein. Wichtig ist, dass Eier und jüngste Maden der Bienen auf der Wabe vorhanden sind. Diese Wabe kommt ganz an der Rand der neuen Beute.
  • Danach ein leeres Rähmchen mit einer Mittelwand dazu hängen.
  • Das neue Volk erhält noch etwas Proviant in Form einer Futterwabe (Wabe mit Honig). Das reicht, bis es selbst in der Lage ist, ausreichend für Nahrung zu sorgen.
    Ist keine Futterwabe vorhanden, so muss das Bienenvolk gefüttert werden. Es würde sonst verhungern. Der Imker benutzt dafür eine Futtertasche, die anstelle der Futterwabe eingehängt wird. Futtertaschen gibt es angepasst auf die verschiedenen Beutensysteme im Imkereifachhandel zu kaufen. In die Futtertasche kommt eine Zuckerwasserlösung von drei Teilen Zucker zu zwei Teilen Wasser. Es wird in kleinen Mengen von max. 1 l. Mehr Futter würde dieses kleine Volk überfordern. Danach heisst es Warten.
  • Eventuell kann der Brutraum mit einem Schied verkleinert werden. Ein Schied ist eine Art künstliche Wand, die das Volumen des Bienenkastens verkleinert. Auf diese Weise können den Bienen ihren Wärmehaushalt besser regulieren.
  • Das Flugloch vorn an der Beute wird stark verkleinert. Gerade zwei Bienen sollten aneinander vorbei kommen. Nur so schafft es dieses kleine Bienenvolk, sich gegen Eindringlinge zu verteidigen.

Tipp: Ideal ist ein zweiter Standplatz für das neu gebildete Volk. Fehlt ein zweiter Standplatz, sollte eine zusätzliche Brutwabe beim Bilden des neuen Volkes verwendet werden.

Wann weiß der Imker, ob sich ein neues Bienenvolk gebildet hat? Der Imker kann frühestens nach 16 Tagen nachschauen, ob die Königin geschlüpft ist. Dazu genügt es, die Waben vorsichtig auseinander zu schieben. Nach einer weiteren Woche sollte auch die Königin vom Begattungsflug zurück sein. Wenn in den Brutzellen kleine weiße Stiftchen sind, hat alles hat geklappt – die Königin ist zurück und legt Eier, aus denen sich die Brut entwickelt. Fertig ist das neue Bienenvolk!

Königinnenzucht

Die Königinenzucht ist eine Aufgabe für fortgeschrittene Imker. Bei der Königinnenzucht geht es darum, von ausgewählten Bienenvölkern gezielt neue Königinnen nachzuziehen. Es gibt unterschiedlich aufwendige Verfahren, um die Königinnenzellen zu gewinnen.

Hier ein Beispiel für ein Verfahren zur Königinnenzucht: Der Imker wählt kleinste Larven, die sich zu einer Königin entwickeln soll, aus dem Bienenvolk aus. Er setzt sie vorsichtig aus ihrer ursprünglichen Behausung in künstliche Weiselnäpfchen. Diese Weiselnäpfchen hängt er in ein Volk ohne Bienenkönigin ein. Die Bienen sind froh über den potenziellen Nachwuchs, sie pflegen die neuen Zellen weiter und füttern sie mit Königinnenfuttersaft.

Sobald die Bieen die Königinnenzellen verschlossen haben, stülpt der Imker einen Käfig über die Zellen oder lässt sie in Mini-Bienenvölkchen schlüpfen. Meist kommen diese Völkchen auf einen neuen Standplatz, wo die Königinnen zur Begattung ausfliegen kann. Kommt sie heil zurück und legt sie nach einigen Tagen Eier, hat alles geklappt. Ein neues, kleines Volk ist geboren.

Viel Honig oder viele neue Bienenvölker

Zwischen diesen zwei Möglichkeiten müssen Imker abwägen. Ein Bienenvolk, das sich vermehrt hat, verliert einen Teil seiner Bienen; es wird also schwächer und kann weniger Honig sammeln.

Bienenvölker, bei denen der Schwarmtrieb unterdrückt wird, sind sehr stark und produzieren viel Honig. Aber es gibt auch einen Nachteil: Die Königin wird alt und ist nach einiger Zeit nicht mehr so leistungsfähig, d.h. sie legt weniger Eier. Eines Tages, nach etwa fünf Jahren stirbt die Bienenkönigin. Damit ist auch ihr Bienenvolk verloren.

Imker müssen also versuchen, eine Balance zu finden zwischen dem Ziel, viel Honig zu produzieren und neue Bienenvölker heranzuziehen.

Arbeit an den Bienenstöcken

Nach der Theorie folgte die Praxis: Die Teilnehmer streiften sich die Imker-Schutzkleidung über und kontrollierten zusammen mit Bioland-Imkerin Kristin Mansmann die Waben in den Rähmchen.

Jede Wabe wird genau kontrolliert.

Jede Wabe wird genau kontrolliert.

Dabei ging es um folgende Fragen:

  1. Gibt es bereits neue Brut? Wenn ja, dann ist die Königin am Leben – nur sie kann Eier legen. Wenn es frische Brut gibt, muss man die Königin nicht aufwändig suchen; die Eier sind der Beweis, dass sie lebt.
    Die Bienenkönigin ist mit einem grünen Punkt gekennzeichnet.
  2. Gibt es bereits neue Königinnenzellen? Wenn ja, wie weit sind sie entwickelt? Wenn die Larven in den Königinnenzellen etwa 1,5 Zentimeter groß sind, stehen sie kurz vor dem Schlüpfen. Spätestens dann muss der Imker überlegen und sich entscheiden. Es gibt mehrere Optionen: Er kann die Königinnenzellen mit einem Teil des Schwarms in einen neuen Bienenstock umsetzen und damit ein neues Bienenvolk bilden.
    Er kann aber auch die Königinnenzellen zerstören. Dann bleibt sein Volk groß und er erhält sehr viel Honig.
    Wie kann der Imker erkennen, ob und wo die Bienen Königinnenzellen gebildet haben? Der Imker muss die Waben sehr genau kontrollieren, und zwar jede Woche ein Mal. Dabei muss er die Bienen von den Waben schütteln.
  3. Gibt es Drohnen, also männliche Bienen?
    Drohnen
  4. Haben die Bienen bereits Nektar gesammelt und Honig produziert? Haben sie noch genügend Platz, um weiter Honig zu produzieren?
    Honigwabe mit einer Biene

Die Ergebnisse unserer Kontrolle

Unsere Inspektion der Waben zeigte folgende Ergebnisse:

  1. Es gibt sehr viel neue Brut, den Bienen geht es gut, die Königin lebt.
  2. Es gibt einzelne Weiselzellen, die aber nicht voll ausgebildet sind. In den Zellen befindet sich kein Ei. Es wachsen also noch keine neuen Königinnen heran.
  3. Es gibt männliche Bienen, also Drohnen. Das heißt, dass sich das Bienenvolk auf das Schwärmen vorbereitet; noch fehlt aber dazu eine neue Königin.
  4. Die Bienen haben Nektar gesammelt und Honig produziert. Um ihnen mehr Raum für ihren Honig zu geben, haben wir eine weiteren Kasten mit Honigwaben auf den Bienenstock aufgesetzt.

Fazit: Dem Bienenvolk geht es gut!