Sommerfest in der Baldurstraße

Sommerfest in der Baldurstraße

Erstellt am 19. August 2015 · Veröffentlicht in Aktuelles

Am 30. Juli 2015 lud das Amt für Migration die Flüchtlinge und BestandsmieterInnen der Baldurstraße zum großen Sommerfest mit Grillen, Torwandschießen und Sackhüpfen. Das Wetter war perfekt und so trudelten ab 16 Uhr die ersten Gäste im Garten ein und begannen gemeinsam mit den BetreuerInnen, den Grill und das Buffet vorzubereiten. Nachdem alle mit Essen und Getränken versorgt waren, versammelte sich die bunte Schar der Gäste an den Tischen unter den Sonnenschirmen und genoss das gemeinsame Essen und die nette Unterhaltung.

Spaß für Jung und Alt

Frisch gestärkt widmeten sich die einen dem Fußballspiel, während die anderen Masken ausprobierten und sich fotografieren ließen. Beim Sackhüpfen traten die Kinder gegeneinander an und gaben ihr Bestes, um zu gewinnen.

Fußballspiel  beim Sommerfest

Spielen mit Masken

Fleißige Bienen und mutige Männer

Mit auf dem Programm des Sommerfests stand die Ernte des Honigs von einem der beiden Bienenvölker im Garten. Seit der letzten Ernte vor etwa fünf Wochen hatten die Arbeiterinnen bereits wieder fleißig Nektar und Pollen gesammelt und die Waben erneut mit Honig gefüllt. Imkerin Kristin wollte erneut Waben an die BewohnerInnen verteilen, musste aber nach einem Anruf ihrer Tochter, die sich beim Reiten den Arm gebrochen hatte, das Fest frühzeitig verlassen. Sigrun und Charles übernahmen die Aufgabe.

Charles war zunächst skeptisch. Aus seiner Heimat Kenia kennt er Bienen als aggressive Verteidiger ihres Honigs. Niemand würde sich Bienen im eigenen Garten halten, das wäre viel zu gefährlich. Zuvor hatte ihm Kristin jedoch schon versichert, dass die Bienen in Europa weniger aggressiv seien und dass sich zudem im Honigraum mit den Waben keine Bienen mehr befinden würden. So nahm er nach einer vorsichtigen Annäherung an den Bienenstock seinen Mut zusammen, öffnete den Kasten, befreite schwungvoll die erste Wabe und strahlte dann mit seiner Beute in der Hand: So mutig sind kenianische Männer! :)

Wabenernte beim Sommerfest

Schnell fanden sich weitere Interessierte ein, halfen bei der Arbeit, posierten mit den Honigwaben und verpackten sie in Alufolie, damit sie von den Familien mit nach Hause genommen werden konnten. Der restliche Honig im zweiten Bienenstock soll demnächst geschleudert und in Gläser abgefüllt werden, die dann in der Nachbarschaft verkauft werden.

Wabenernte

Wabenernte

Besuch von der Heidehof-Stiftung

Erfreulicherweise besuchten Konstanze Schönthaler, Alexander Urban und Ulrich Bosch von der Heidehof-Stiftung das Projekt während des Sommerfests. Ohne die Gelder der Stiftung hätte das Projekt „Brücken bauen“ nicht realisiert werden können. Sie informierten sich bei Michael Ehm, einem der Betreuer im Wohnprojekt, über die Situation der Flüchtlinge und befragten Kristin zur Imkerei und zum Interesse der BewohnerInnen an den Bienen. Natürlich warfen sie dabei auch einen Blick in den Bienenstock und probierten den Honig, der vorzüglich schmeckte. Auch die Beete wurden begutachtet und der Nutzen von Hochbeeten diskutiert.

Besuch der Heidehofstiftung

Herzlichen Dank an die Heidehof-Stiftung für den Besuch und die Möglichkeit zum persönlichen Austausch!