Bio-Imkerei.

Was ist denn an Honig bio?

Kristin Mansmann, die Imkerin im Wohnprojekt Baldurstraße, ist Bioland-Imkerin. Sie ist damit den Richtlinien der biologischen Bienenhaltung des Bioland-Verbandes und der guten imkerlichen Praxis verpflichtet. Biologische Bienenhaltung zielt vor allem auf die Betriebsweise der Imker ab. Das fängt bei der Stadtortwahl an. Kristin wählt ihre Standorte so, dass es möglichst wenig Berührung mit möglichen schädlichen Einflussquellen gibt.

Kristin beobachtet ihre Bienen

Biologische Betriebsweise heißt für Kristin: Bei der Betriebsweise dürfen die Königinnen ihre Flügel behalten. Zur Bekämpfung der Varroamilbe setzt sie nur organische Säuren (Ameisensäure, Milchsäure und Oxalsäure) ein, die auch in der Natur vorkommen und zwar nach einem strengen Maßnahmenplan.

Das Wichtigste, sozusagen das Rückrat der Imkerei, ist der eigene Wachskreislauf. Das heißt, Kristin verwendet nur das eigene, von ihren Bienen produzierte Wachs für die neuen Mittelwände, die die Bienen wieder zum Ausbau der kompletten Waben erhalten. Spätestens nach drei Jahren wird dann das Wachs komplett aus dem Betrieb entfernt. Dies garantiert, dass keine Rückstände von Pestiziden und Umweltgiften über das Wachs in das Bienenvolk und damit auch in den Honig gelangen. Selbstverständlich können die Bienen auch im Naturbau ihre Waben errichten.